Raja Ampat – Naturparadies in West Papua

Indonesien Westpapua Raja Ampat PianemoZauberhaftes Pianemo

“Raja Ampat” Seit ich (Steffen) das erste Mal von diesem Archipel in West Papua hörte, bedeuteten diese zwei Wörter für mich Zauber, Mythos und Magie. Sie wirkten wie ein lockender Ruf aus der Ferne, einer anderen Welt. Unter Tauchern stellt Raja Ampat vermutlich den Bucket List Punkt überhaupt dar, gleichwertig zu Destinationen wie Galapagos oder den Cocos Inseln. Nicht Tauchern dürfte Raja Ampat weniger ein Begriff sein, nicht viele Menschen kennen es. Im Lonely Planet findet sich, zum Glück, kaum Information über Raja Ampat.

Raja Ampat liegt im Zentrum des Korallendreiecks und verfügt über die größte marine Artenvielfalt der Erde. Hier wurden bei einem einzigen Tauchgang 283 verschiedene Fischarten gezählt. 75 Prozent der weltweit vorkommenden Arten an Steinkorallen, finden sich hier. Bisher blieb Raja Ampat vom Wetterphänomen El Nino verschont, hier hat, im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten, noch keine gefürchtete Korallenbleiche stattgefunden.

Raja Ampat hatte für mich auch den Ruf, teuer zu sein. Deshalb hatten wir gar nicht vor, dorthin zu reisen. Das änderte sich auf Bunaken. Tom, ein netter Engländer, meinte schlicht: “Ihr seid schon so nah dran, ihr solltet auf jeden Fall hin!” Von ihm erfuhren wir erstmals, dass es auf Raja Ampat neben teuren Ressorts auch erschwingliche Homestays gibt. Die Unterkünfte sind nicht dirtcheap, aber bezahlbar. Wir zahlten 450.000 IDR pro Person und Nacht, das sind zusammen etwas mehr als 50 Euro. Im Preis inbegriffen sind drei Mahlzeiten, man bucht sich all inclusive in seinem Homestay ein. Doch der Reihe nach.

Westpapua – eine andere Welt innerhalb Indonesiens

Wir flogen von Manado in knapp zwei Stunden nach Sorong, dem nächstgelegenen Flughafen von Raja Ampat. Der Flug dauerte etwas über zwei Stunden und brachte uns in eine andere Welt. West Papua, ehemals niederländische Kolonie, wurde 1963 von Indonesien besetzt und mittels manipulierter Zwangsabstimmung einverleibt, ein grausames und trauriges Kapitel der Geschichte West Papuas, das bis heute anhält. West Papua verfügt über enorme Bodenschätze, die von Indonesien gnadenlos geplündert werden. Die Papua profitieren davon nicht im Geringsten.

Indonesien West Papua Raja Ampat

Die Kids posierten gerne für Fotos

Interessant: Die indigene Bevölkerung Papuas sind Melanesier und gehören somit einer komplett anderer Ethnie an, als die Indonesier. Melanesier sind genetisch sehr mit den Aborigines verwandt, das sind die einzigen zwei dunkelhäutigen Ethnien, bei denen blondes Haar vorkommen kann. Melanesier verfügen durch ihre Blutbeschaffenheit über eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen Malaria.

In West Papua herrscht nicht diese bedingungslose Freundlichkeit vor, die wir im übrigen Indonesien stets vorfanden. Erst während ich diesen Artikel schreibe, habe ich mich mehr über die Geschichte West Papuas und den durch die indonesische Besetzung entstandenen Papuakonflikt informiert. Auf Spiegel Online findet sich ein sechs Jahre alter Artikel, der mich an Avatar erinnerte. Eine technologisch hochgerüstete Macht besetzt ein Naturparadies um dessen Bodenschätze zu plündern, die indigene Bevölkerung probiert sich mit Blasrohren und Pfeil und Bogen gegen den übermächtigen Gegner zu wehren.

Wenn man um die Unterdrückung und die Perspektivlosigkeit der Menschen hier weiß, erscheint ihre vermeintlich gelangweilte Ausstrahlung in einem anderen Licht. Das allgegenwärtige Kauen von Betelnüssen, oft auch von Frauen, wird mir ebenso verständlicher. Wer mehr über den Papua Konflikt wissen möchte, findet hier einen relativ aktuellen Artikel, der auch ein bisschen hoffen lässt.

Indonesien West Papua Raja Ampat

Der Hafen von Sorong

Mit der Fähre von Sorong nach Waisai

Von Sorong setzten wir mit der Fähre über nach Waisai, in die “Hauptstadt” Raja Ampats. Die Fähre geht zweimal täglich, um 9:00 und 14:00 Uhr, und kostet 100.000 IDR pro Person.
In Waisai mussten wir die Permit für den National Park Raja Ampat bezahlen. Diese schlägt mit saftigen 1.000.000 IDR zu Buche, immerhin 60 Euro pro Person, ist aber ein ganzes Jahr lang gültig.

Als wir unsere Permit bezahlten wurden wir Zeuge, dass zwei deutsche, jüngere Reisende das nicht wussten und aus allen Wolken vielen. Er habe nur drei Millionen dabei und könne sich jetzt die Gebühr von einer Millionen nicht leisten. Wir fragten uns, wie man so blauäugig hierher kommen kann, die Information ist im Netz nur schwer zu übersehen. Zumindest wussten sie, dass Alkohol auf Raja Ampat nicht, oder nur sehr teuer, zu bekommen ist, denn einer der zwei Jungs hatte eine große Plastiktüte voller Bierdosen bei sich.

Indonesien Papua Raja Ampat

Von der Fähre im Hafen von Sorong bot sich dieser fantastische Blick

Indonesien Papua Raja Ampat

Einfache Wellblechhütten in Sorong

Bootsfahrt von Waisai Nach Kri

Von Waisai ging es dann schließlich auf unser eigentliches Ziel, die kleine Insel Kri. Hier hat es ein paar Homestays, teils mit angeschlossenem Divecenter. Wir hatten mit unserer Unterkunft eine Abholung vereinbart, und in Waisai angekommen dauerte es nicht lange, bis mich jemand fragte, ob ich Steffen sei und ins Yenkorano möchte. Bingo.

Indonesien West Papua Raja Ampat

Schiffe im Hafen von Waisai

Bootstransfers innerhalb von Raja Ampat sind nicht billig, das Boot von Waisai nach Kri kostet normal 700.000 IDR. Das fanden die zwei Jungs wieder überhaupt nicht lustig. Sie seien gerade zwei Stunden mit der Fähre gefahren, für nur 100.000 IDR, wie kann da eine 45 minütige Fahrt auf ihre gewünschte Insel 800.000 IDR kosten, beschwerte sich der eine. “Auf der Fähre waren 200 Leute und das Boot jetzt fährt nur für euch zwei den Weg hin und zurück!”, dachte ich mir, sagte aber nichts.

Auf der Fahrt zu unserem Homestay kamen wir in ein Unwetter und wurden klatschnass. “Welcome to Raja Ampat, you have to get wet here.”, sagte Peter, der uns abholte, mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Wie Recht er doch damit hatte.

Bungalow Ghetto im Paradies

Bei strömenden Regen kamen wir im Yenkorano an. Wir hatten uns für diese Unterkunft entschieden, weil sie über ein Divecenter verfügt, und auf der Seite stayrajaampat.com ziemlich gut bewertet ist. Auf dieser Seite finden sich alle Informationen über Raja Ampat, inklusive sämtlicher verfügbaren Homestays, absolut empfehlenswert.

Indonesien West Papua Raja Ampat

Die Nordküste von Kri

Wir wussten, dass es im Yenkorano zwei Typen von Bungalows gibt, Typ 1 und Typ 2. Dass, wie beworben, sich diese zwei Typen nur durch die Lage, Frontrow Typ 1 und Typ 2 dahinter, ansonsten ziemlich ähnlich, unterscheiden, entspricht nicht annähernd den Tatsachen. Der erste Typ 2 Bungalow, der uns zugewiesen wurde, hatte ein undichtes Dach, und es regnete nicht unerheblich in das Zimmer rein.

Wir bekamen einen anderen Typ 2 Bungalow mit dichtem Dach. Die Hütten waren gemauert und ziemlich muffig. Im angeschlossenen Badezimmer fand sich, über der Kante, wo die Fließen aufhörten, eine dicke Schicht aus Ghecko- und Rattenkötteln, die augenscheinlich noch nie weggeputzt wurde. Das Zimmer war winzig und mit unseren Rucksäcken darin voll. Durch das offene Badezimmer hörten wir die ganze Nacht den hinter der Bungalow Reihe befindlichen Generator laut rattern. Es war klar, hier bleiben wir keine weitere Nacht.

Die Typ 1 Bungalows sind mindestens doppelt so groß, haben eine bessere Lage, bessere Belüftung und wirken sehr viel gepflegter. Absolut unverständlich finde ich, dass die Typ 2 Bungalows zu zweit mit 850.000 IDR nur 100.000 IDR weniger als die Typ 1 kosten. Die Hälfte wäre angemessen. Wegen der Buchungslage konnten wir nicht in einen solchen umziehen, was uns am nächsten Tag veranlasste, auf der Suche nach einer besseren Unterkunft, ganz Kri abzulaufen. Erfolgreich, wir fanden unser kleines Paradies.

Indonesien West Papua Raja Ampat

In der mittleren Hütte blieben wir für zehn Nächte, absolut paradiesisch

Am westlichen Ende von Kri gibt es die Nus Raja Ampat Bungalows. Die einfachen aber gemütlichen und gepflegten Bungalows sind auf Stelzen gebaut und befinden sich bei Flut über dem Wasser. Sie schlagen mit 450.000 IDR pro Person und Tag zu Buche. Der weisse Sandstrand ist absolut malerisch, wie in einem Reiseprospekt. Das Wasser hat eine fantastisch türkise Farbe, fast etwas kitschig.

Bei Ebbe kann man über die Sandbank im flachen Wasser ins Dorf auf der Nebeninsel laufen. Hierzu zieht man sich besser Schuhe an, im Sand oder Seegras können manchmal nesselnde Meeresbewohner liegen.

Jeden Abend saßen wir auf unserer Veranda und genossen, teils surreal wirkende, Sonnenuntergänge. Sowohl tagsüber als auch Nachts im Mondlicht konnten wir von unserer Veranda aus Schwarzspitzen Riffhaie beobachten, wenn sie ins flache Wasser kamen. Es war für uns beide das erste Mal, dass wir eine derart paradiesische Hütte am Strand bewohnten.

Indonesien West Papua Raja Ampat

Die Sonnenuntergänge…

Indonesien West Papua Raja Ampat

…von unserer Veranda aus…

Indonesien West Papua Raja Ampat

…waren absolut malerisch.

Tauchen und Schnorcheln

Indonesien West Papua Raja Ampat Schnorcheln

Neugieriger Fledermausfisch

Ich nehme es gleich vorweg. Ich hatte auf Raja Ampat mit die geilsten Tauchgänge und Schnorchel Erlebnisse meines Lebens.

Man trifft auf unglaublich viele Fische, die oft gar keine Scheu zeigen. Wenn sie nicht gejagt werden und den Menschen nicht per se für eine Bedrohung halten, sind Fische gern neugierig.

Ein großer Napoleon ließ mich auf weniger als zwei Meter heran. Schulen von großen Barrakudas hielten nur wenig Abstand. Imposante Fledermausfische wirkten mitunter fast aufdringlich, wenn sie mir unter einem halben Meter Entfernung direkt vor der Maske vorbei schwammen. Nirgends zuvor habe ich so viele, richtig große Fische auf engem Raum gesehen, wie in Raja Ampat.

Indonesien West Papua Raja Ampat Schnorcheln

Schildkröte beim Luftholen

Indonesien West Papua Raja Ampat

Diese Sepia, auf englisch Cuttlefish, in weniger als zwei Meter tiefen Wasser, wechselte ständig ihre Farben. Absolut faszinierend zu beobachten.

Indonesien West Papua Raja Ampat Schnorcheln

Eine Karettschildkröte zieht durchs Riff

Indonesien West Papua Raja Ampat

Fischsuppe pur

Indonesien West Papua Raja Ampat Schnorcheln

Ein Schwarm beeindruckend großer Barrakudas

Indonesien West Papua Raja Ampat Schnorcheln

Ein Napoleon-Lippfisch

Auch in punkto Korallen hielt Raja Ampat was es versprach. Die Korallengärten der verschiedenen Tauchplätze waren, abgesehen vom Hausriff im Yenkorano, jedesmal absolut fantastisch. Ich fühlte mich, als wäre ich durch einen Kaninchenbau tief ins unterwasser Wunderland gefallen.

Das Riff auf der Südseite zwischen Kri und der Nachbarinsel Mansuar ist besonders schön und ein absolutes Schnorchel Highlight. Ebenso fantastisch war das Schnorcheln vor dem Lumba Lumba Resort, ebenfalls auf der Südseite von Kri.

Indonesien West Papua Raja Ampat

Diesen jagenden Oktopus beobachteten wir von Land aus.

Indonesien West Papua Raja Ampat Schnorcheln

Wunderschöner Korallengarten

Haie, Haie, und noch mehr Haie

Indonesien West Papua Raja Ampat Schnorcheln

Eine schöne Muräne

Den mit Abstand abenteuerlichsten Tauchgang hatte ich am Cape Kri. Wir beobachteten rund 20 Minuten lang einen grauen Riffhai, der in der beachtlichen Strömung scheinbar mühelos seine Kreise zog. Die Strömung war so stark, dass wir Taucher uns mittels Korallenhaken im Riff einhängen mussten, anders wäre es unmöglich gewesen, an der Stelle zu verweilen.

Wir hingen also angekettet auf knapp 20 Meter Tiefe und beobachteten den patrouillierenden Grauen, ich war absolut geflasht. Die Strömung wurde während dieser Zeit noch stärker und das Auftauchen lief in Etappen, immer ein paar Meter höher und wieder im Riff einhängen. Einer Taucherin hat die Strömung sogar den Lungenautomaten aus dem Mund gerissen, definitiv nichts für Anfänger.

Raja Ampat ist ein absolutes Hai Paradies. Bei jedem Tauchgang sahen wir Blacktips, manchmal auch Whitetips. Ziemlich cool sind auch die Wobbegongs, die man in Raja Ampat oft zu Gesicht bekommt. Die schauen mega psychedelisch aus. Vom Strand bei unserer Unterkunft aus sahen wir fast jeden Abend zur gleichen Zeit einen sogenannten Walking Shark. Hailife pur.

Indonesien West Papua Raja Ampat Hai

Für dieses Bild eines Schwarzspitzenriffhais wartete ich fast zwei Stunden. Kamen die Haie am Vortag noch recht nah, zeigten sie sich, als ich mit Kamera tauchen ging, eher scheu. Unsere Wasserkamera ist nur bis 13 Meter wasserdicht, weshalb ich sie zum Tauchen normal nicht mitnehme. In diesem Fall ging ich nicht tiefer als 10 Meter.

Diebische Mitbewohner auf Kri

Indonesien West Papua Raja Ampat

Auch an Land gibt es viele Tiere zu beobachten

Von anderen mehrtägigen Aufenthalten auf tropischen Inseln wissen wir, es kann nicht schaden, sich selbst etwas Verpflegung einzupacken. Kekse oder Schokoriegel stellen eine gute Backup Lösung dar, sollte das Essen in der Unterkunft gar zu spärlich ausfallen.

Entsprechend gewappnet, mit reichlich Cookies im Gepäck, kamen wir auf Kri an. Nach unserer ersten Nacht in dem Bungalow über dem Wasser, mussten wir unsere Vorräte leider abschreiben.

Die Kekse waren originalverpackt, also in Plastik eingeschweisst, in einem Beutel tief im Rucksack verpackt. Der Rucksack war zu gezurrt und so gut verschlossen, wie es eben geht. Nichtsdestotrotz hatte es eine Ratte geschafft, sich im Rucksack durch den Beutel zu fressen und fast alle Kekspackungen anzuknabbern. Es ist uns bis heute ein Rätsel, wie sie überhaupt in den Rucksack gelangen konnte, ohne diesen zu beschädigen. Es gibt auf Kri richtig viele Ratten, wir sahen und hörten sie des Öfteren durch unseren Bungalow flitzen. Vorräte müssen in stabile Plastik Tupper verpackt werden, sonst sind sie nicht sicher.

Windy Season

Wir waren zur sogenannten windy season in Raja Ampat. Der Wind bläst hier gerne kräftig aus südlicher Richtung. Liveaboards sind zu dieser Jahreszeit deutlich seltener in Raja Ampat unterwegs, weil das Wasser unangenehm wellig sein kann. Kri kann man trotzdem ohne Probleme besuchen. Die meisten Unterkünfte auf Kri befinden sich auf der Nordseite der Insel. Hier bleibt das Wasser geschützt vor Wind und Wellen aus dem Süden.

Pianemo

Raja Ampat hat auch einige überwasser Highlights zu bieten, Pianemo ist eines davon. Die vielen kleinen Inseln im türkisgrünen Wasser schauen absolut paradiesisch aus. Bootfahren in Raja Ampat ist, wie bereits erwähnt, nicht billig. Deshalb bietet es sich an, den Ausflug nach Pianemo in einer Gruppe zu unternehmen. Wir wurden von anderen Reisenden gefragt, ob wir gerne mitfahren würden und namen die Gelegenheit gerne wahr. Das Boot kostete 6.000.000 IDR, wir konnten den Preis aber durch insgesamt acht Personen teilen.

Das Meer war an diesem Tag vom Wind ziemlich aufgepeitscht, die über zwei Stunden dauernde Bootsfahrt dementsprechend alles andere als ein Vergnügen. Zwischenzeitlich hatten wir Angst, das Boot könne kippen. Das war das erste Mal, dass wir erlebten, wie sich die Gäste auf dem Boot freiwillig Schwimmwesten anzogen, inklusive uns selbst. Der Wind sorgte in Kombination mit den Wellen binnen kürzester Zeit dafür, dass wir sowohl komplett durchnässt, als auch ziemlich durchgefroren waren. Von den drei geplanten Schnorchelplätzen mussten wir zwei auslassen, die Meeres Bedingungen waren viel zu rau. Trotzdem hat sich der Trip gelohnt. Die Schönheit Pianemos ist einzigartig.

Indonesien West Papua Raja Ampat

Im Vordergrund zwei glückliche Traveller, hinten Pianemo 🙂

Indonesien West Papua Raja Ampat

Warane sind oft auf den verschiedenen Inseln anzutreffen

Indonesien West Papua Raja Ampat

Lagune in der Nähe von Pianemo

Abschied aus dem Paradies

Insgesamt blieben wir elf Nächte auf Kri. Der Abschied aus dem Paradies brachte für uns gemischte Gefühle. Wir fragten uns, ob wir nach dieser sagenhaften Unterwasserwelt überhaupt noch wo anders Tauchen oder Schnorcheln brauchen. Nach elf Tagen spärlichem Frühstück und zweimal täglich nur Reis, Gemüse und Eiern, stets ähnlich zubereitet, freuten wir uns auf der anderen Seite wieder auf mehr kulinarische Auswahl. Die Aussicht, sein Zimmer nicht mehr mit Ratten teilen zu müssen, war verlockend. Die Veranda mit den malerischsten Sonnenuntergängen und Schwarzspitzenriffhaien direkt davor im hüfttiefen Wasser zu verlassen, das tat fast weh.

Ich werde auf jeden Fall nach Raja Ampat zurückkehren. Das nächste Mal vielleicht auf einem Liveaboard eine Tauchsafari machen, anstatt nur auf einer Insel zu verweilen. Und ich wünsche mir innigst, dass dieses zauberhafte Paradies möglichst lange in dieser Form erhalten bleibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.